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Wer von Süden uns Ruhrgebiet kommend eine kohle- und koksgeschwärzte Stadt in Grau erwartet, in der Stahlindustrie und Metallproduktion das Stadtbild prägen, sieht sich enttäuscht. Stadtwald und Grünanlagen im Süden von Essen, vor allem nahe dem Baldeneysee, lassen sich so gar nicht mit dem – längst überholten – Schmuddelimage des Ruhrpotts in Einklang bringen. Das riesige Naherholungsgebiet hat sich zu einem attraktiven Freizeitsportgelände der besonderen Art entwickelt. Spaziergänger, Jogger, Nordic-Walker und Skater teilen sich den 15 Kilometer langen, überwiegend asphaltierten Rundweg um den See, ohne sich gegenseitig zu stören. Wer will, kann die bunte Vielfalt des Wassersports auf dem See von den Besuchertribünen der Regattabahn beobachten. Wer`s bequemer möchte, nimmt Platz auf einer der vielen Restaurantterrassen am Ufer und lässt es sich bei Kaffe und Kuchen, Bier und Wasser gut gehen. Unter der Woche geht es geruhsam zu, an den Wochenenden ist der Bär los. Der zweite Sonntag im Oktober ist traditionell für Lauf-Spezialisten und Zuschauer reserviert. Dann wollen nämlich über Tausende aktiver Marathonläufer wissen, wie lang 42 Kilometer wirklich sein können. Die 590.000-Einwohner-Metropole hat natürlich weit mehr zu bieten. „Die Einkaufsstadt“ wie die Eigenwerbung der Stadt Essen lautet, bietet wirklich alles, was das Shoppingherz sich wünschen kann, bis über die Schmerzgrenze des Girokontos hinaus. Die ehemalige Montan-Hauptstadt Deutschlands hat sich strukturell grundlegend gewandelt. Sie ist zwar nach wie vor Stammsitz von Großunternehmen in Sachen Energie wie RWE, RAG und Eon-Ruhrgas, doch wird hier mehr verwaltet als produziert. Leugnen will in Essen jedoch niemand die Herkunft des Wohlstandes. Kohle, Koks und Stahl sind im Bewusstsein der Menschen im Pott fest verankert. Mit der Zeche Zollverein, die als Industriedenkmal geschützt ist, haben sich die ursprünglichen Wurzeln einer speziellen Arbeitskultur den Status eines UNESCO-Weltkulturerbes erworben. Bei der Bewerbung des Deutschen Vertreters zur Kulturhauptstadt Europas 2010 hat die Stadt Essen immerhin 15 Konkurrenten aus dem Rennen geworfen. Den Titel teilt sich Essen mit der ungarischen Stadt Pécs und Istanbul. Mit der Jury-Entscheidung am 11. April 2006 in Brüssel ist es amtlich: Essen hat kulturell so viel zu bieten wie kaum eine andere Stadt Deutschlands. Beispiele gefällig? Mit demSaalbau für die Philharmonie, dem Aalto-Theater für den Opernbetrieb, dem Grillo-Theater, dem Museum Folkwang, dem natur- und kulturhistorischen Ruhrlandmuseum und der Villa Hügel mit der historischen Sammlung der Familie Krupp verfügt Essen über hochkarätige Kulturangebote. Das Wunder von Bern in Essen Für Cineasten gehört ein Spaziergang durch die Stadt und der Kauf eines Tickets für die „Lichtburg“, die 1998 in die Denkmalliste eingetragen wurde, zum Pflichtprogramm. Wenn Zeit ist oder das Wetter nicht mitspielt, kann man im größten und wahrscheinlich auch schönsten Kinosaal Deutschlands auf den Spuren von Romy Schneider und Gary Cooper wandeln, die hier, wie viele andere Hollywoodstars, ihre Deutschlandpremieren eröffnet haben. Selbstverständlich wurde hier am 15.10.2003 auch „Das Wunder von Bern“ uraufgeführt. Sönke Wortmann, Peter Lohmeyer und Gerhard Schröder gaben sich die Ehre. Endlich ein Anlass auch für die Fußballprominenz aus DFB und Bundesliga, wieder einmal nach Essen zu kommen. |
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Center TV ist der offizielle TV Partner der Deutschen Fußball Route NRW. In ganz NRW werden zwischen dem Ende der Saison 2011/2012 und dem Beginn der Europameisterschaft insgesamt 15 Sendungen aus den 15 DFR Städten ausgestrahlt und sind anschließend auch in der Mediathek von Center TV zu finden.