Wuppertal


Über der Wupper schweben

Mit 358.000 Einwohnern ist Wuppertal die größte Stadt im Bergischen Land. Und ganz sicher ist Wuppertal eine der längsten Städte Deutschlands, denn die Stadtbezirke von Vohwinkel über Elberfeld bis Oberbarmen reihen sich wie Perlen an der Kette im Tal der Wupper. Knapp 15 Kilometer beträgt das geradlinige Band entlang der Hauptverkehrsstraße B7, der Haupteisenbahnlinie und dem Fluss. Ein klares Zentrum gibt es daher bis heute nicht. Die Mittelpunkte von Barmen und Elberfeld konkurrieren um die Gunst der Gesamteinwohnerzahl.

Weltberühmt ist Wuppertal für seine Schwebebahn, dem Wahrzeichen der Stadt. 1901 wurde die 13,3 km lange Bahnstrecke offiziell eröffnet. Natürlich schweben die Waggons nicht wirklich. Vielmehr hängen sie an einem Tragegerüst, das etwa hundert Jahre nach der Errichtung grundlegend und originalgetreu wiederherstellt wurde. Wer glaubt, es handele sich um ein museales Ereignis, irrt gewaltig. Über 70.000 Fahrgäste nutzen täglich die Schwebebahn als komfortables, sicheres und relativ zügiges Nahverkehrsmittel.

Mit der Schwebebahn und dem gut ausgebauten Nahverkehrssystem lassen sich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und viele weitere sehenswerte Bauwerke stressfrei erreichen. Mit über 4.500 Baudenkmälern besitzt Wuppertal den zweitgrößten Bestand des Landes Nordrhein-Westfalen, der vor allem fußläufig erkundet werden sollte. Historismus, Jugendstil und Nachkriegsmoderne überwiegen im Stadtbild, doch finden sich auch Gebäude mit barocker Fassade und etliche Werke des Klassizismus.

Wer als Spaziergänger die Besichtigung der Wohngebiete aus dem 19. Jahrhundert mit einer sportlichen Herausforderung verbinden möchte, ist in Wuppertal besonders gut bedient. 469 öffentliche Treppen, davon 23 unter Denkmalschutz, mit insgesamt 12.383 Stufen stehen dem ambitionierten Walker zur Verfügung. Das Tippen-Tappen-Tönchen, eine in Winkeln und mit Absätzen verlaufende Treppenanlage, führt über 103 Stufen aus dem Elberfelder Luisenviertel 16 Meter hoch auf den Ölberg.  Mit 155 Stufen ist die Jakobstreppe die längste durchgehende Treppe Wuppertals. Sie verbindet die Friedrich-Ebert-Straße in Elberfeld-West mit dem Nützenberg.

 

Weltberühmtes Tanztheater Pina Bausch

Kulturell hat Wuppertal einiges zu bieten. Die 1907 eröffneten städtischen Wuppertaler Bühnen mit dem Opernhaus im Stadtteil Barmen, das 1966 erbaute Schauspielhaus im Stadtteil Elberfeld und viele weitere Theater,  Museen, Kirchen und Türme legen davon Zeugnis ab. Weltbekannt ist zum Beispiel das Tanztheater Pina Bausch, das seinen Sitz bei den Wuppertaler Bühnen hat und für seine avantgardistischen Choreographien berühmt ist. Philippine Bausch, Kultfigur der internationalen Tanzszene Jahrgang 1940, ist seit 1973 Direktorin und gilt als die bedeutendste Choreographin der Gegenwart.

Wer lieber selber tanzen möchte, der ist im Café ADA bestens aufgehoben. An drei Tagen die Woche gibt es den Tangosalon, außerdem Salsa Classico und Jazz Dance Parties.

 


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