Leverkusen


Unterm Bayerkreuz

bayerkreuzLeverkusen ohne Bayer, das wäre wie Reiner Calmund ohne Bauch. Unvorstellbar! Die Stadt am Rhein ist untrennbar mit dem Chemieriesen verbunden. Das liegt nicht nur am bekanntesteWahrzeichen der Stadt Leverkusen, dem weithin augenfälligen Bayer-Kreuz auf dem Werksgelände der Konzernzentrale. Prof. Dr. Carl Duisberg ließ 1933 als Aufsichtsratsvorsitzender der I.G. Farbenindustrie AG die damals
größte frei schwebende Leuchtwerbung der Welt an zwei jeweils 118 m hohen Stahlrohrmasten installieren. 1710 Glühbirnen sorgen dafür, dass die Leuchtschrift mit einem Durchmesser von 51 Metern nachts viele Kilometer weit zu sehen ist. Da freut sich das E-Werk.


Imagemäßig tut sich die Stadt zwischen Köln und Düsseldorf etwas schwer. Sehr zu unrecht, wenn man genauer hinschaut. Denn abseits des Dauerstaus am Leverkusener Kreuz hat die Stadt mit seinem dörflichen Charme und den erstaunlichen Grün- und Parkanlagen eine Menge zu bieten, nicht nur seinen 162.000 Einwohnern. Shopping und Schaufensterbummel in der City Wiesdorf geht bei jedem Wetter, denn viele Ladenpassagen sind mit Glas überdacht. Und sollten die Straßencafés nicht exotisch genug sein, dann lockt der ferne Osten mitten im Carl-Duisberg-Park.

jap_garten_levIn unmittelbarer Nähe der futuristisch anmutenden Konzernverwaltung von Bayer lädt der „Japanische Garten“, eine 15.000 m2 große Oase der Stille und Schönheit, zum Spaziergang ein. Beim Wettbewerb "Deutschlands schönste Parks 2006" konnte sich das Schmuckstück unter die schönsten zehn Gärten Deutschlands platzieren. Zudem hat die Landesgartenschau 2005 den Neuland-Park hinterlassen, der einen ausgiebigen Rundgang rechtfertigt.

Vor allem aber der Sport ist für die Chemiestadt der positive Imageträger Nummer 1. Olympiasieger, Weltmeister und Europameister made in Leverkusen gibt es hier so viele wie sonst nirgends in Deutschland. Der Turn- und Sportverein Bayer 04 Leverkusen e.V. ist mit rund 11.000 Mitgliedern einer der mitgliederstärksten Sportvereine von NRW. Die Volleyballerinnen spielen regelmäßig auf Bundesliganiveau, die Leichtathleten gehören zu den wichtigsten Leistungsträgern der Republik. Schön, dass auch die ausgegliederte Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH seit 1979 ganz weit oben mitmischt, oft sogar international.

jazz_levInternational noch bekannter aber sind die Leverkusener Jazztage. Seit Jahrzehnten zählt dieses Stelldichein internationaler Musikgrößen aus Jazz und Blues zu den musikalischen Highlights Europas. Allein das Montreux Jazz Festival und das North Sea Jazz Festival in Den Haag können Paroli bieten. Jazzlegenden wie Ray Charles, Dave Brubeck, Herbie Hancock, Miles Davis und Oscar Peterson haben im Leverkusener Forum ein verwöhntes Publikum begeistert. Gourmets werden verwöhnt Nicht weniger verwöhnt werden Gourmets in einem der nah gelegenen Sterne-Restaurants. In Bergisch Gladbach, wenige Kilometer außerhalb Leverkusens, kann man in der Kochschule von Schloss Lerbach dem Drei-Sterne-Koch Dieter Müller über die Schulter schauen oder – sofern die Kreditkarte es hergibt – in seinem Restaurant speisen - first class natürlich. Ebenfalls in Bergisch Gladbach kocht Joachim Wissler im Vendome und zeigt, was man von einem Weltklasse-Küchenchef, ebenfalls mit drei Michelinsternen dekoriert, erwarten darf. Hohe Erwartungen ganz anderer Art werden auch im Stadtteil Opladen, zumindest im August, nicht enttäuscht. Dann nämlich findet regelmäßig seit 1987 die Bierbörse, ein Volksfest rund um den Gerstensaft statt.
Etwa 400.000 Gäste aus dem gesamten Umland lassen sich von Freitag bis Montag bis zu 1000 verschiedene Biersorten aus aller Welt einschenken. Ab 1,3 Promille sollte dann wohl jeder in der Lage sein, dem musikalischen Höhepunkt der Veranstaltung die geziemende Begeisterung entgegen zu bringen. Dann nämlich heizt Guildo Horn mit seiner Band, den „Orthopädischen Strümpfen“, den bierseligen Fans gehörig ein.


 

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