|
VfL Bochum im Stenogramm Ganz schön alt, dieser VfL Bochum. Das möchte man meinen, wenn auf die nackte Ziffer im Vereinswappen verwiesen wird. 1848 wurde aber lediglich einer von mehreren Vorgängervereinen des VfL gegründet. Vor allem der Turnverein Bochum kann dabei auf eine längere Tradition verweisen. 1906 kam es beispielsweise zur Gründung des „Fußballklub 06“. 1911 wurde an der Castroper Straße, an der heute das Ruhrstadion steht, das erste Fußballspiel zwischen SuS Bochum und dem VfB Hamm ausgetragen. 40.000 Zuschauer verfolgen 1922 an gleicher Stelle das Länderspiel Deutschland – Ungarn. Die offizielle Gründung gab es erst am 14. April 1938. Der Turnverein Bochum, Germania 06 und TuS Bochum vereinigen sich zum VfL Bochum 1848. Nach Kriegsende wurde der VfL in die Landesliga Westfalen eingestuft. Von da an ging es mit wenigen Unterbrechungen steil nach oben. Über die Oberliga West und die Regionalliga West sorgte man 1968 mit dem Einzug ins DFB-Pokal-Finale erstmals für Aufsehen, scheiterte aber am 1. FC Köln. 1970 klopfte Bochum an die Tür zur Bundesliga. Scheiterte man im ersten Anlauf noch in der Aufstiegsrunde, setzte sich das Team um Torjäger Hans Walitza 1971 durch. Direkt das erste Jahr schloss der VfL auf dem 9. Platz ab. In der Regel spielten die Jungs von der Castroper Straße beständig gegen den Abstieg. Auch wenn die Lage aussichtslos schien und die Trainer gewechselt wurden, konnte sich der VfL doch immer retten. 1990 war es besonders eng, damals setzte man sich aber in der Relegation gegen den Zweitliga-Dritten 1. FC Saarbrücken durch. 22 Jahre am Stück klappte dieses Kunststück und der VfL Bochum gewann den Mythos der „Unabsteigbarkeit“. 1994 erwischte es das Team aber doch. „Unabsteigbar“ stand halt nicht im Duden. 1988 wurde zum zweiten Mal das DFB-Pokal-Finale erreicht (0:1 gegen Frankfurt/Foto). Die Zweitklassigkeit verließ Bochum schnell, dafür wurde der Verein zum Fahrstuhlclub. Bis 2005 stieg der VfL insgesamt fünf Mal aus der Bundesliga ab, um dann jeweils den direkten Wiederaufstieg zu schaffen. Nach einer großartigen Spielzeit, die 1997 mit dem 5. Platz endete, stieg am 16. September 1997 das erste UEFA-Cup-Match der Vereinsgeschichte. Erst in der 3. Runde war nach starken Spielen gegen Ajax Amsterdam Endstation. 2004 hieß es im Ruhrstadion erneut UEFA-Cup, diesmal war Standard Lüttich aber eine Nummer zu groß. „Wir steigen auf, wir steigen ab - und zwischendurch UEFA-Cup“ singen die Fans. In Bochum sind sie wechselhafte Zeiten eben gewohnt.
|
Center TV ist der offizielle TV Partner der Deutschen Fußball Route NRW. In ganz NRW werden zwischen dem Ende der Saison 2011/2012 und dem Beginn der Europameisterschaft insgesamt 15 Sendungen aus den 15 DFR Städten ausgestrahlt und sind anschließend auch in der Mediathek von Center TV zu finden.