Fußballfreie Zonen
Nordsternpark
Die ehemalige Zeche Nordstern begann im Jahre 1866 mit dem industriellen Bergbau. 1993 beendete die letzte Grubenfahrt eine wesentliche Epoche in der Stadtgeschichte Gelsenkirchens und damit des gesamten Ruhrgebietes. Zur Bundesgartenschau 1997 wurde das Gelände zu einem Freizeitpark mit vielen Attraktionen umgewidmet. Der Landschaftspark (Foto) ist frei zugänglich. Es ist gelungen, die Bergbauvergangenheit des Standortes kunstvoll mit der Garten- und Landschaftskultur zu verknüpfen. Amphitheater, Bergbaustollen, Kletteranlage, Fahrgastschiffanleger, eine volksnahe Gastronomie und ein Kinderland mit Wasserspielplatz machen den Nordsternpark zum meist besuchten Ausflugsziel der Stadt, genug jedenfalls für einen erlebnisreichen Tag.
Am Bugapark 1, 45899 Gelsenkirchen, Telefon: (02 09) 95 88 60
Schloss Horst
In Sichtweite der Galopprennbahn befindet sich das bedeutendste Renaissanceschloss des Nordwestdeutschen Raumes: Schloss Horst (Foto). Erbaut zwischen 1554 und 1572 befindet sich das aufwendig restaurierte Palais seit 1988 im Besitz der Stadt Gelsenkirchen. Wer die Faszination moderner Restaurierungen erleben oder sich einfach im Rittersaal oder den Kellerräumen bewirten lassen möchte, der ist hier richtig. Für Brautleute ist das Schloss besonders anziehend. Die Standesbeamten der Stadt Gelsenkirchen helfen nämlich hier nach Kräften mit, amtliche Bünde fürs Leben zu schließen. In solch fürstlichem Rahmen Hochzeit zu feiern, hat schon was.
Turfstr. 21, 45899 Gelsenkirchen, Telefon: (02 09)16 96 16 2
Wasserburg Lüttinghof
Ein wenig raus fahren aus der City muss man schon, um das älteste Baudenkmal der Stadt Gelsenkirchen besichtigen zu können. Aber das lohnt sich! In den alten Gemäuern der Raubritterburg aus dem 14. Jahrhundert lässt es sich gut aushalten. Restaurant, Burgkeller und Biergarten halten leckere Speisen und Getränke für den Gast bereit. Die kriminelle Vergangenheit des ursprünglichen Burgherren Burchard von der Ruer findet in aktuellen Mottoabenden ihre Entsprechung: Serviert wird zweimal im Monat ein „Krimidinner“; Leichenschmaus mit Gänsehaut garantiert.
Lüttinghofallee 3-5, 45896 Gelsenkirchen, Telefon: (02 09) 60 99 80
Wissenschaftspark
Das architektonisch ungewöhnliche Gebäude steht auf dem Gelände eines ehemaligen Gussstahlwerkes. Der Glasarkadenbau hat schon mehrere Architekturpreise abgeräumt. Nachts verwandelt sich die 300 Meter lange Glasfassade für zwei Stunden in ein blau-grün leuchtendes Lichtkunstwerk, inszeniert vom amerikanischen Neonkünstler Dan Flavin. Mit Recht gilt es als augenfälliges Symbol für den Strukturwandel im Ruhrgebiet. Konzipiert als technologisch herausragendes Bürogebäude mit Parklandschaft demonstriert das auf dem Dach installierte Solarkraftwerk, wie Sonnenenergie auch in Ballungsräumen genutzt werden kann. Auch außerhalb von Kongressen, Schulungen und Tagungen lohnt sich ein Besuch, denn der umgebende Park mit kleinem See lässt Raum für einen schönen Spaziergang.
Mundscheidtstr. 14, 45886 Gelsenkirchen, Telefon: (02 09) 16 71 24 8
Ruhr-Zoo Gelsenkirchen
Der erfolgreiche Strukturwandel im Revier setzt sich auch im traditionsreichen Ruhr-Zoo Gelsenkirchen fort, der im Jahre 1949 gegründet wurde. Damit gehört er zu den ältesten Tierparks Deutschlands. Mit dem neuen Namen „ZOOM Erlebniswelt“ wird die konsequente Hinwendung zu einer einzigartigen Landschaftsarchitektur zutreffend beschrieben. Für die Tiere naturnaher Lebensraum, für die Menschen exotisches Abenteuer, zeigt die „ZOOM Erlebniswelt Alaskar“ schon heute, was den Zoobesucher erwartet: Hautnahe Begegnungen zwischen Mensch und Tier ohne sichtbare Gehegegrenzen. Im ZOOM Erlebnispark leben auf einer Fläche von rund 220 Hektar über 700 Tiere in rund 120 Arten. Streichelzoo und Spielplatz machen den Zoobesuch auch für die Kids und die ganz Kleinen höchst attraktiv.
Bleckstr. 64/47, 45889 Gelsenkirchen, Telefon: (02 09) 95 45 12 6
Skulpturenpark Rheinelbe
Angrenzend an den futuristischen Wissenschaftspark befindet sich die ehemalige Zeche Rheinelbe. Nach der Stilllegung im Jahre 1927 verwandelte sich das Zechengelände im Laufe der Jahre zu einem eindrucksvollen Urwald in Mitten der Ruhrpott-Kulisse. Die wilde Industrielandschaft inspirierte den bekannten Umweltkünstler Herman Prigann, spektakuläre Werke aus alten Industrierelikten zu schaffen. Hier hängen Zechenfundamente an Baumstämmen, Stollen werden als blaue Grotte erleuchtet und Teile der Ruhrkohlezentrale zu einem „Baumplatz“ gruppiert. Eine aztekisch anmutende Skulptur, von den Einwohnern „Himmelsleiter“ genannt, befindet sich auf dem Gipfel der Halde „Rheinelbe“ in 85 Meter Höhe. Der phantastische Rundumblick vom Plateau der Halde aus entschädigt für den anstrengenden Weg nach oben.
Leithestr. 35, 45886 Gelsenkirchen, Telefon: (02 09) 14 74 84 4
Künstlersiedlung Halfmannshof
Die Künstlersiedlung Halfmannshof, seit 1931 beheimatet auf einem ehemaligen Bauernhof, gehört zu den ältesten Einrichtungen dieser Art in Deutschland. Sie befindet sich am Südrand der Stadt und ist gut ausgeschildert. Hier leben und arbeiten 11 Kunstschaffende, vom Kunsthandwerker, Designer bis zum freien Künstler, unter einem Dach - eine Idee, die ursprünglich aus der Gedankenwelt des Deutschen Bauhaus stammt. Das Engagement der Stadt Gelsenkirchen hatte einen menschlichen Grund: Sozialdezernent Dr. Wendenburg kannte den Maler Joseph Ahrens, der in einem Gymnasium auf dem Dachboden wohnte und dringend eine Wohnung und ein Atelier brauchte. Aus der Spontanhilfe entwickelte sich ein Verein, der bis heute Bestand hat. Führungen durch die Ateliers vermitteln authentisch das „Making of“ von Kunstwerken, ein Erlebnis, das nicht zu den alltäglichen zählt.
Halfmannsweg 50, 45866 Gelsenkirchen, Telefon: (02 09)28 74 2




