DFR Städte & Vereine
Kultstätten der DFR
Die Deutsche Fußball Route NRW führt zu vielen Kultstätten des Fußballs. Etwa ins Aachener Café Madrid (Foto), wo die halbe Alemannia-Mannschaft 2006 vor dem Fernseher ihres Stammlokals saß und ihren vorzeitigen Aufstieg in die Fußball-Bundesliga spontan abfeierte. Oder das Geißbockheim des 1. FC Köln, wo Clubpräsident Wolfgang Overath sich ebenso auf die Terrasse am Trainingsgelände setzt wie Profispieler, Jungtalente, Eltern, Trainer und Zuschauer.
Oder das Jugendzentrum Kurtekotten in Leverkusen, wo Fußballeinspieler für die Sesamstraße gedreht werden, zum Beispiel das Torwarttraining mit Toni Schumacher. Oder das Mahnmal der gefallenen Borussen auf dem Gelände des Borussia Parks in Mönchengladbach, wo die Deutsche Eiche steht, die von der Meistermannschaft 1970 um Günter Netzer bezahlt und angepflanzt wurde. Oder die Pizzeria „La Barca“ in Krefeld, wo Oliver Bierhoff seinen 18. Geburtstag feierte.
Oder der Worringer Platz in Düsseldorf, wo Willy Pesch, Torwart der 33er Meisterelf, bei einem tragischen Straßenbahnunfall ums Leben kam. Oder die Zoo-Gaststätte in Wuppertal, wo der Aufstieg in die Bundesliga mit Minister Hans-Dietrich Genscher zünftig gefeiert wurde. Oder das MSV-Clubhaus in Duisburg-Meiderich, wo das Telegramm des DFB mit der Nachricht über die Teilnahme an der ersten Bundesligaspielzeit überhaupt grenzenlose Euphorie auslöste.
Oder der Altmarkt in Oberhausen, wo Kneipenwirt Carl Fritz seine Gaststätte „Fritz am Altmarkt“ (Foto) in Rotlicht tauchte, wenn RWO gewonnen hatte. Oder die Friesenstuben in Essen, das Stammlokal von Helmut Rahn, wo der „Boss“ am Tresen sein drittes Tor von Bern erzählte, wenn er gut drauf war. Oder der Schalker Markt, wo vor dem Krieg sechs Deutsche Meisterschaften und drei weitere Finalteilnahmen gefeiert wurden.
Oder die Privatbrauerei Moritz Fiege, der langjährige Wirtschaftspartner des VFL Bochum, wo sich regelmäßig Fans und Spieler zum Saisonauftakt treffen. Oder der Stammsitz der Firma Steilmann in Bochum, wo SG Wattenscheids Übervater, Mäzen und Clubpräsident die Brötchen für die Mannschaftskasse verdiente. Oder das Stadion Rote Erde in Dortmund, wo Borussia 1963 im Spielrausch Benefica Lissabon mit ihrem Star Eusebio mit 5:0 vom Platz fegte.
Oder die Alte Mühle in Münster, wo Spielerlegende Fiffi Gerritzen, der wegen Verletzung die WM 54 verpasste, ein Künstleratelier betrieb. Oder das Stadion Russheide in Bielefeld, wo Nationalkeeper Uli Stein seine aktive Karriere beendete.
Oder, oder, oder.





